Kategorien &
Plattformen

Ein stummer Impuls

Ein stummer Impuls
Ein stummer Impuls
So sieht sie aus, die Installation vor dem Punctum. © punctum | HH
© JHW

Vor dem Punctum in der Liebfrauenstraße steht seit gestern ein gelber Aufsteller. "In Erinnerung - Gedenken an Verstorbene Menschen der Corona-Pandemie" ist darauf zu lesen. Auf einem Tisch sind neben einem Rosenstrauß einige Karten drapiert. "Ich denke an" steht dort - und wer möchte, kann in das Feld den Namen eines lieben Menschen eintragen, der an Covid-19 verstorben ist. "Die Installation versteht sich als stummer Impuls und soll Interesse wecken", sagt Gabriele Braun, Punctum-Mitarbeiterin und Gemeindereferentin. Auch wenn gerade nicht viel los ist auf der Zeil und in der Innenstadt, möchten Braun und ihre Kollegen nach Möglichkeit aktiv auf die Passanten zugehen: "Für ein seelsorgliches Gespräch stehen wir selbstverständlich zur Verfügung und informieren über weitere Möglichkeiten und Angebote zum Thema Trauer und Corona." Die Reaktion der Menschen sei eher zurückhaltend und schauend.

Namen sichtbar machen

Mit der Aktion beteiligt das Punctum sich an der ökumenischen Aktion „Namentliches Gedenken an Corona-Verstorbene“ von katholischer Stadtkirche Frankfurt und Evangelischer Kirche in Frankfurt und Offenbach, die Menschen, Lebensgeschichten und Namen hinter den anonymen Todeszahlen sichtbar machen möchte. Die Namen werden bei den zentralen Gedenkfeiern am Samstag, 17.4., 19 Uhr, im Dom, und am Sonntag, 18.4., 18 Uhr, in der Diakonissenkirche aufgestellt und danach in guter ökumenischer Zusammenarbeit im Zentrum für Trauerseelsorge aufbewahrt. Dessen Leitung hatte bereits in der Woche vor Ostern den Aufschlag gemacht und alle, die einen Menschen an Corona verloren haben, dazu eingeladen, einen Namen auf die Karten zu schreiben.

Einige ausgefüllt, andere mitgenommen

Die Installation vor dem Punctum wird bis Freitag, 16. April, zu sehen sein. "Einige Gedenkkarten wurden ausgefüllt, manche auch mitgenommen", sagt Gabriele Braun. "Die bei uns bleibenden, ausgefüllten Karten sammeln wir und übergeben diese an das Zentrum für Trauerseelsorge, so dass die Namen der Verstorbenen in die Gedenkliturgie mit einfließen." Wer eine Karte mitgenommen hat, sollte diese bis spätestens Donnerstag, 15. April 2021, an die Fachstelle für katholische Stadtkirchenarbeitzu schicken (Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main).

© Helmut Heitel

Trost, Hoffnung und Zuversicht.

Cookie Einstellungen

Statistik-Cookies dienen der Anaylse, indem Informationen anonymisiert gesammelt werden.

Anbieter:

Google Ireland Limited

Datenschutz

Bistum Limburg

Datenschutz